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Der singende Professor, wie man ihn hinter vorgehaltener Hand nennt, hat aus seinem Fundus an Songs, die in den vergangenen dreißig Jahren entstanden sind, elf ausgewählt und das Album Wohin die Möwen fliegen produziert. Als Teenager von Georg Danzer begeistert versucht er inzwischen gar nicht mehr sich irgendwo einzuordnen. Immerhin hat er die Songs auch in verschiedenen Rollen geschrieben: Als Student, Kulturschaffender, Krankenhausbediensteter und Lehrer, vor allem aber als Familienvater. Nun zeigt er sich als Liedermacher. Und da es mehrere Musiker gibt, die zwei Vornamen tragen – Peter Gabriel, George Michael, Paul Simon – tritt er unter dem Pseudonym Roman Bernhard auf. Eine Konnotation zum großen Thomas Bernhard ist beabsichtigt, Hochstapeln ist neuerdings nicht nur in der Politik in. Immerhin ist man als Lehrer auch nicht wirklich Professor, oder? Roman Bernhard erzählt in seinen Songs von mehr oder weniger wahren Begebenheiten. Im dezenten Dialekt scheut er sich allerdings nicht davor, Stellung zu beziehen, wenn er es für nötig erachtet. Und mit dem Innsbruck-Song, einer Hommage an seine Heimat, ist ein besonderer Ohrwurm gelungen, der mit Augenzwinkern und Biss bereits nach wenigen Takten zum Mitsingen anregt.
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Video: Der Innsbruck-Song
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